Der Beckenboden

Definition

Der Beckenboden beherbergt drei Muskelschichten. Wie ein Gitter übereinander liegend stützen sie die Organe im Becken und sind für deren Kontinenz verantwortlich. Die innere Muskelschicht verläuft fächerartig und ist primär zuständig für die Beckenbewegungen. Die mittlere Schicht besteht hauptsächlich aus dem grossen Dammmuskel und hat im Wesentlichen die Aufgabe, das Becken zusammenzuhalten und den Druck abzufangen, der auf das Becken einwirkt. Dieser Muskel ist bei Frauen halb so stark wie bei Männern. Darüber hinaus sorgen Schwangerschaft und Geburt dafür, dass bei über 25 % der Frauen jenseits der Menopause eine deutliche Schwächung festzustellen ist. Die unterste Muskelschicht umschliesst Vagina, Harnröhre und Anus und bewirkt schnelle Kontraktionen (Schliessmuskel) z.B. beim Husten, Niesen oder Lachen. Schliesslich kommt der Beckenbodenmuskulatur eine grosse Bedeutung für die sexuellen Funktionen zu! Eine Erschlaffung dieser Muskulatur – wesentlich verursacht durch Schwangerschaft, Übergewicht, Bewegungsmangel, Rauchen, Lungenerkrankungen, Operationen im Beckenbereich sowie genetische Disposition – führt zu äusserst unangenehmen Symptomen der Belastungs- und Drangkontinenz, Senkung der Gebärmutter und der Blase sowie diversen Schmerzzuständen (pelvic pain syndrom). Damit einher gehen auch Potenzstörungen (erektile Dysfunktion) sowie Orgasmusprobleme bei Frau und Mann.


WAS TUN?

Von grosser Wichtigkeit ist, die Muskulatur des Beckenbodens systematisch zu trainieren! In der Tat können die Beeinträchtigungen sowohl physischer aber auch vor allem psychischer Art deutlich gemildert und oft ganz beseitigt werden! Nun ist ein solches Training nicht so ganz einfach, in vielen gar nicht möglich (z.B. für Behinderte, in ihrer Mobilität eingeschränkte u.a.).


Krankheiten

  • Harn- und Stuhlinkontinenz
  • Potenz- und Orgasmusstörungen
  • chronische Prostatitis
  • Schmerzzuständen des Beckens
  • Hämorrhoiden
  • sowie zur Regeneration nach Geburt oder Operationen u.v.m.


Behandlungsmethoden


BIOCON-2000W™

In einem Behandlungsstuhl, auf den Sie sich setzen, ohne sich entkleiden zu müssen, ist ein elektronisches System installiert, das ein elektromagnetisches Impulsfeld aufbaut und bis zu 12 cm in den Beckenboden abstrahlt. Die Impulse variieren zeitlich so, dass die Nervensensoren im Muskelgewebe angeregt werden. Es kommt zu einer fortlaufenden An- und Entspannung und zu einer deutlich zu spürenden Kontraktion der Muskel, die so wirkungsvoll trainiert und gestrafft werden. ... und das alles, während Sie bequem im Stuhl sitzen und ein Buch lesen!


DOSIERUNG

Sie wird vom Arzt individuell eingestellt und kontrolliert.


ANWENDUNGSDAUER

20 Minuten 2-mal die Woche 8-12 Sitzungen ... ... bis sich erste Erfolge spürbar einstellen. Auf jeden Fall sollte die Behandlung durch Übungen fortgeführt und mindestens einmal im Jahr wiederholt werden!


NEBENWIRKUNGEN

Impulsstrahlung ist für den menschlichen Organismus vollkommen ungefährlich! Nicht zu vergleichen etwa mit Röntgen- oder Laserstrahlung. Daher sind keine Nebenwirkungen bekannt oder zu erwarten. Zu Beginn der Behandlung kann es vereinzelt zu einer Art "Muskelkater" kommen, der jedoch rasch wieder abflaut. Trotzdem sollten Patienten mit Metallteilen oberhalb des Beckens im Körper (z.B. Herzschrittmacher, künstliche Gelenke usw.) von einer Behandlung Abstand nehmen!